Online-Reihe "Für ein Denken & Debattieren in Sachfragen"

Wir leben in einem Staat, der in vorbildlicher Weise die Meinungs- und Pressefreiheit absichert – und doch lauern überall Fallstricke, die den Raum des demokratisch Verhandelbaren auf mehr oder minder subtile Weise einschränken. Wer nicht für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine ist, der gilt schnell als „Putin-Versteher“, wer der Auffassung ist, dass es zwei Geschlechter gibt, wird als „transphob“ gegeißelt und wer skeptisch gegenüber Corona-Impfungen ist, der wird als „Corona-Leugner“ gebrandmarkt, noch bevor er seine Auffassung überhaupt begründen kann. Auf diese Weise schrumpft der Raum dessen, was an demokratischen Aushandlungsprozessen möglich ist, auf merkliche Weise. Die 6-teilige Veranstaltungsreihe geht den allgegenwärtigen Pauschalisierungen, Lagerbildungen und Kampfbegriffen nach und fragt: Wie können wir eine demokratische Kultur entwickeln, die demokratisches Gestalten tatsächlich ernst nimmt?

In der ersten Veranstaltung wird Dr. Christian Zeller, Mitglied im Vorstand des Landesverbandes Bayern, analysieren, wie Kampfbegriffe und Pauschalisierungen ihre psychologische Wirksamkeit entfalten und welche sozialen Folgen dies für den demokratischen Diskurs hat. Auf das Phänomen der „Cancel Culture“ geht der Vortrag dabei vertieft ein: Handelt es sich hier seinerseits um einen bloßen Kampfbegriff von rechts oder haben wir es wirklich mit einer nennenswerten „Kultur des Meinungsausschlusses“ zu tun?

Mit dieser Veranstaltungsreihe möchten wir einen Willensbildungsprozess zum Thema „demokratische Kultur“ innerhalb von Mehr Demokratie e. V. anstoßen. Wer also Lust hat, sich mit derartigen Fragen zu beschäftigen und zugleich Ideen zu entwickeln, wie die „Einflugschneise“ an Weltsichten wieder größer werden kann, ist herzlich eingeladen, mitzudenken, mitzureden, mitzumachen. Wir freuen uns sehr auf den Austausch mit euch und Ihnen!

 

Die Veranstaltungen in der Übersicht:

Verzerrungen demokratischen Diskurses 1: Cancel Culture & Co. – Warum wir ein Debattieren in Sachfragen brauchen – Oktober 2022 –27.10., Beginn: 19 Uhr

 

Methoden konstruktiver Auseinandersetzung 1: Planungszelle (Wolfgang Scheffler) – Januar 2023

 

Verzerrungen demokratischen Diskurses 2: Herrschaft der Expert*innen? Wenn Wissenschaftler Politik betreiben (Christian Zeller) – April 2023

 

Methoden konstruktiver Auseinandersetzung 2: Dynamic Facilitation (Gast noch offen) – Juli 2023

 

Verzerrungen demokratischen Diskurses 3: „Verschwörungstheorien“ als reales Problem und als Kampfbegriff (Christian)

 

Methoden konstruktiver Auseinandersetzung 3: Systemisches Konsensieren (Johanna Ankenbauer)

 

Verzerrungen demokratischen Diskurses 4: Herrschaft der Tec-Konzerne? Was bringt das neue EU-Grundgesetz für die digitale Welt? (Gast noch offen)

 

Methoden konstruktiver Auseinandersetzung 4: Thema noch offen

 

Die Veranstaltungen können natürlich auch je nach Interessenschwerpunkt einzeln besucht werden!

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